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Meinung
Michael Kiy
Michael Kiy

ist Innovation Manager bei Siemens Smart Infrastructure.

  • Siemens Schweiz AG, 6300 Zug
  • email
06.04.2020  | 

Kompetent in die Zukunft

Qualifizierte Fachkräfte werden hierzulande immer rarer. Einerseits wurde in der Schweiz der Zustrom ausländischer Fachkräfte aus dem Nicht-EU-Bereich massiv eingeschränkt, anderseits ändern sich die gesuchten Fachrichtungen durch die zunehmende Digitalisierung und neue Technologien rasant. Die Begrenzungsinitiative würde den Anteil neuer ausländischer Fachkräfte noch weiter reduzieren.

Was also tun, um wettbewerbsfähig zu bleiben? Die Weiterbildung bestehender Mitarbeiter wird mehr in den Fokus rücken. Die Angebote der darauf spezialisierten Firmen und auch Hochschulen stehen parat. Zum Beispiel bieten Fachhochschulen, Universitäten und ETH sogenannte «Certificate of Advanced Studies» (CAS) in vielen zukunftsträchtigen Themen an.

Ein weiterer Ansatz besteht darin, qualifizierte Mitarbeitende so zu fördern, dass sie lange im Unternehmen bleiben und produktiv sind. So gibt es bei Siemens einen eigenen Karrierepfad für qualifizierte Experten, welche besonders geschäftsrelevant sind. Das Konzept der «Key Expert»-Karriere wurde umgesetzt, um eine Alternative zur klassischen Managementkarriere anzubieten; sie ist anderen Karrierepfaden bei Siemens vollständig gleichgestellt. Insgesamt kann man sich in vier Stufen weiterentwickeln, vom «Senior Key Expert» bis zum «Chief Key Expert». Die Funktionen unterscheiden sich deutlich von Führungspositionen, welche sich auf Aufgaben der Personalführung sowie Budgetverantwortung fokussieren. Die Ernennung der Key-Experten ist nicht nur eine Anerkennung, sondern beinhaltet auch bestimmte Aufgaben. Dazu gehören Ergebnisorientierung, wobei wirtschaftliche Aspekte und strategisch-innovative Orientierung im Vordergrund stehen. Weil die Key-Experten untereinander gut vernetzt sind und Zugang zum oberen Management haben, ergeben sich oft neue Impulse und Ideen über Abteilungsgrenzen hinweg.

Fundiertes Fachwissen ist und bleibt ein Schlüsselelement für erfolgreiche Unternehmen. Interne Weiterbildung und Förderung werden umso wichtiger, um die Zukunft zu meistern.

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  • 2020_04_Perspektiven_Michael_Kiy (PDF)
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